Meine Reaktion auf die RP-Artikel zum Thema Frauen*-Nacht-Taxis

Als engagiertes Mitglied der Piraten Hilden setze ich mich seit langem für die Sicherheit und Gleichberechtigung von FLINTA*-Personen ein. Kürzlich habe ich mit zwei Hildenerinnen einen Antrag gestellt, der jeder Frau* drei Taxi-Gutscheine à 10 Euro für sichere Heimwege zwischen 22 und 6 Uhr ermöglichen sollte.

Dieser Antrag wurde im Hauptausschuss leider mit großer Mehrheit abgelehnt. Die SPD-Fraktion brachte den Antrag erneut als Prüfantrag ein. Hierin begrenzt die Kosten auf 10.000 Euro durch Kostendeckelung. Im Gegensatz zu anderen Ausgaben wie der Reparatur der Leuchtschilder ‚Hilden – was liegt näher‘. Hierzu sind keine verlässlichen Kostenangaben zu finden, obwohl die Restaurierung schneller als geplant erfolgte.

Die aktuellen Herausforderungen für das Taxigewerbe in Hilden und Umgebung, wie sie im Artikel der Rheinischen Post beschrieben werden, machen die Umsetzung von Taxi-Gutscheinen für sichere Heimwege zusätzlich komplex. Die stark gestiegenen Spritpreise, ausgelöst durch globale Krisen wie den Iran-Krieg, reißen ein großes Loch in die Kassen der Taxiunternehmen und erhöhen die Betriebskosten erheblich. Genau hier hätten die Taxi-Gutscheine ansetzen können: Sie wären gezielt den in Hilden ansässigen Taxi-Unternehmen zugutegekommen, die durch ihre Gewerbesteuerzahlungen die Stadt mitfinanzieren. So hätte die Maßnahme nicht nur den Schutz von FLINTA*-Personen verbessert, sondern auch die lokale Wirtschaft unterstützt. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen bleibt es wichtig, Lösungen zu finden, die Sicherheit im öffentlichen Raum gewährleisten.

Dieser Rückschlag entmutigt mich jedoch nicht. Im Gegenteil: Er bestärkt mich darin, am Thema dran zu bleiben und weiter nach wirkungsvollen Lösungen zu suchen. Wie ich es auch in dem Interview mit der Rheinischen Post gesagt habe. Diese Anfrage nach § 24 GO NRW war ein Anfang und eine Ablehnung bedeutet nicht das Ende meines Engagements. Wenn wir etwas bewirken wollen, müssen wir aktiv werden.

Der Schutz von FLINTA*-Personen ist ein Thema, das uns alle angeht und das ich mit Nachdruck vorantreiben werde. Neben dem sicheren Nachhauseweg sehe ich auch die Schaffung von Safe Spaces als wichtigen Schritt. So könnten beispielsweise bestimmte Lokale zeitweise ausschließlich für FLINTA*-Personen geöffnet werden. Dies schafft Safe Spaces, also sogenannte geschützte Begegnungsräume. Hier können sich FLINTA*-Personen sicher und frei bewegen.

Ich werde weiterhin aktiv an Ideen und Möglichkeiten arbeiten, um den Schutz von FLINTA*-Personen in Hilden zu verbessern. Echte Freiräume zu ermöglichen ist einer der Punkte auf meiner Agenda, wenn man so will. Dabei ist mir wichtig, sachlich, inklusiv und lösungsorientiert zu bleiben – denn nur so können wir gemeinsam eine Stadt gestalten, in der sich alle Menschen sicher und respektiert fühlen.

Ich danke allen, die mich auf diesem Weg begleiten und unterstützen. Ihr könnt mich daher jederzeit gerne per E-Mail unter jeanine(@)jeaninebrinks.de kontaktieren. Denn nur gemeinsam können wir Veränderungen bewirken!

Eure Jeanine

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert



Scroll back to top