Leserbrief ist raus! – An die Rheinische Post

Gestern, Montag, d. 09.03.2026, habe ich um 10:48 Uhr folgenden Leserbrief an die Rheinische Post versandt ↓


Bezugnehmend auf den Artikel "In NRW gibt es immer mehr Kinder mit geistiger Beeinträchtigung" von Sina Zehrfeld, veröffentlicht am 06.03.2026 auf rp-online.de (https://rp-online.de/nrw/landespolitik/in-nrw-gibt-es-immer-mehr-kinder-mit-geistiger-beeintraechtigung_aid-144822017), möchte ich ergänzen:

Ministerin Feller sagt: "Die Ursachen für die steigende Zahl an Kindern mit dem Förderbedarf geistige Entwicklung sind bislang in Deutschland noch nicht erforscht." Dennoch wird reflexartig der Medienkonsum als Hauptursache genannt – eine zu einfache Erklärung, die von der wohl gravierendsten Ursache ablenkt: neurologischen Schäden durch SARS-CoV-2-Infektionen bei Kindern.

Axel Gerschlauer mahnt zu Recht: "Gerade vor dem dritten Lebensjahr ist es eine Katastrophe, auf Bildschirme zu gucken." Doch diese Kritik darf nicht davon ablenken, dass Studien zunehmend neurologische Langzeitfolgen nach COVID-19 bei Kindern belegen. Dazu zählen kognitive Defizite, Konzentrationsstörungen und messbare Gehirnveränderungen, vergleichbar mit einem Alterungsprozess von 20 Jahren.

Untersuchungen zeigen, dass das SARS-CoV-2-Spike-Protein im Gehirn und Knochenmark persistieren kann, was Entzündungen und Schäden begünstigt. Französische Studien bestätigen metabolische Veränderungen im Gehirn von Long-COVID-Patienten, auch bei Kindern.

Diese Erkenntnisse legen nahe, dass COVID-19 bei Kindern keineswegs harmlos ist und zur steigenden Zahl geistiger Beeinträchtigungen beiträgt. Die Forschung ist noch nicht abgeschlossen, doch es ist unverantwortlich, diese mögliche Ursache zu ignorieren.

Die Debatte verengt sich oft auf den Medienkonsum als Schuldigen – eine bequeme Ablenkung von der dringenden Notwendigkeit eines konsequenten Infektionsschutzes. Schutzmaßnahmen, wie wir sie gelernt haben, sind keine Last, sondern unverzichtbar, um Kinder zu schützen.

Blickt man auf die Jahre 2019 bis 2022, zeigt sich: Zeiten mit Luftfiltern, Tests und Masken führten zu den niedrigsten Krankenständen. Das schützt nicht nur Kinder, sondern entlastet Eltern und stärkt - ja, auch das gehört dazu - die Wirtschaft. Weniger Krankheit bedeutet weniger Ausfall.

Es ist besorgniserregend, dass diese wissenschaftlichen Erkenntnisse kaum Beachtung finden, während die Zahl der Kinder mit Förderbedarf steigt. Wir schulden unseren Kindern mehr Ehrlichkeit, Schutz und eine offene Debatte – sonst riskieren wir eine Generation mit dauerhaft geschädigtem Potenzial.

Es kann also sein, dass der obige Leserbrief ↑ innerhalb der nächsten vier Wochen in einer der Ausgaben der Rheinischen Post abgedruckt wird, oder eben nicht.

Ich wollte ihn euch auf jeden Fall nicht vorenthalten und ich werde an der Thematik dran bleiben. Hierzu gibt es dann zeitnah auf der Homepage auch eine seperate Seite mit entsprechenden Informationen.

Allerdings hatte ich bereits meine Kritik schon einmal in meinem Beitrag “Wissenschaft statt Verwirrung – warum wir Desinformation hinter uns lassen müssen” veröffentlicht. Und wieder zeigt sich an dem Artikel der Rheinischen Post, hier NRW News, dass Evidenz unter den Teppich gekehrt wird. I don’t get it. Was mich ja dann beschäftigt ist: warum werden solche relevanten wissenschaftlichen Erkenntnisse ausgeblendet? Was nicht sein darf, wird auch einfach nicht erwähnt? Das ist aber denkbar ungünstig. Denn es forciert steigende Zahlen von Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf und vor allen Dingen Langzeiterkrankte.

Wann fangen wir wieder an ‘natürliche Feinde’ zu bekämpfen? Frage für eine Freundin.


Hier schon mal ein paar Beiträge inkl. Quellen, auf die ich mich beziehe. Wer sich umfangreich und evidenzbasiert informieren will, dem lege ich den Account von Ralf Wittenbrink ans Herz. Er ist auch bereit, Fragen zu beantworten, was viele Unklarheiten schon behoben hat.

Die COVID-Generation: Die neurokognitiven Folgen einer COVID-19-Infektion im Mutterleib»Diese Studie zeigt, dass eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus im Mutterleib zu einer verminderten kognitiven Leistungsfähigkeit bei Kleinkindern führt, die durch strukturelle …

Ralf Wittenbrink (@ralfwittenbrink.bsky.social) 2026-01-04T16:57:46.242Z

Studie aus den Niederlanden: Lebensqualität und psychische Gesundheit bei Kindern mit Long COVIDLong COVID kann bei Kindern und Jugendlichen schwerwiegende Auswirkungen auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität und die psychische Gesundheit haben. Kinder mit Long COVID haben…

Ralf Wittenbrink (@ralfwittenbrink.bsky.social) 2025-07-03T20:50:09.752Z

und dem 31. Dezember 2023 wurden in beiden Ländern 87.077 Todesfälle bei Kindern unter 18 Jahren registriert. Nach Ausschluss von Totgeburten umfasste die Analyse 32.619 Todesfälle. 8.272 (25 %) der Todesfälle waren infektionsbedingt.Abb. 2 ). In beiden Ländern

Ralf Wittenbrink (@ralfwittenbrink.bsky.social) 2026-01-25T14:41:48.518Z

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