2025, Multikrisen. Nicht mehr nur auf und aus âgesundheitlicher Sichtâ und auf âGesundheitsebeneâ, sondern seit dem Angriffskrieg Putins auf die Ukraine, Angriff der Hamas und der daraus resultierten Kriegsverbrechen und nun seit Januar also auch Krise durch die Wahl Trumps in den USA. Das wĂ€re der internationale Blick. National haben wir im eigenen Land mit dem Rechtsruck zu kĂ€mpfen. Ich meine, 20,8 % bei der Neuwahl fĂŒr die AfD sagt genug. Oder? Hinzu kommen Attentate auf Menschenmengen, die bereits vor der Neuwahl am 23.02.2025 begannen. All das beschĂ€ftigt viele Menschen und all das ist besorgniserregend bis beĂ€ngstigend. Und ja, man könnte kurzum sagen, wir leben in einer Zeit, die man als ungewiss und sorgenvoll bezeichnen könnte.
Besonders dazu beitragend sind unsere deutschen Massenmedien. Hierzu gehören sowohl Printmedien als auch TV-Sendungen. Leider bedienen sich die deutschen Massenmedien, was ich persönlich als âMassenmedienversagenâ bezeichnen wĂŒrde, immer exakt den Narrativen, die Views und Klicks âgenerierenâ. Dabei ist es völlig egal, ob die Narrative falsch sind oder ob eine âAngabeâ im ersten Moment ĂŒberflĂŒssig wĂ€ren. Bitte missversteht mich nicht. Es gibt auch die (guten) Ausnahmen. Eine dieser (guten) Ausnahmen wĂ€re da “Die MittellĂ€ndische Zeitung“, auch bekannt unter DMZ, aber auch noch ein paar weitere mit wirklich herausragenden Artikeln.
In der heutigen Zeit kommt aber erschwerend hinzu, dass wir uns, wenn wir wollten, 24/7/365,25 mit News, Informationen, etc. versorgen könnten. Das reicht von den Homepages der Massenmedien bis hin zu den Social-Media-KanĂ€len. Und nun habe ich noch nicht mal die User:innen berĂŒcksichtigt, die das dann wiederum teilen, aus dem Kontext ziehen, u.s.w.
Was mir persönlich aber seit lĂ€ngerem, eher im Negativem auffĂ€llt, ist die einseitige, möglichst dem politisch-passenden Narrativ zugewandte, Berichterstattung. Sobald aber etwas nicht in die politisch-passenden Narrative passt, verschwinden wichtige Themen gut und gerne mal schnell auf Seite zwei oder werden dann nur noch als ‘Randnotiz’ veröffentlicht. Wo und wann genau begann diese Verschiebung? Und ist das eigentlich Sinn und Zweck der ‘öffentlich rechtlichen’? Ich möchte jetzt nicht die konkreten ‘Narrative’ wieder geben, da sie zum einen ‘falsch’ sind und zum anderen ‘AuslĂ€nderfeindlichkeit’ schĂŒrt. Davon distanziere ich mich ganz klar.
Ich versuche es aber mal an zwei Beispielen etwas besser verstÀndlich zu machen.
Warum mĂŒssen bei AnschlĂ€gen wie z. B. “Auto fĂ€hrt in Menschenmenge” bei den ersten Artikeln MutmaĂungen geĂ€ussert werden? Sollte hier nicht erst einmal die Ermittlung abgewartet werden und die ersten Berichterstattungen ‘neutral’ ausformuliert werden? Und warum ist die Herkunft eines TĂ€ters so von Relevanz? Und warum verlieren AnschlĂ€ge, sobald der TĂ€ter/die TĂ€terin eine Deutsche ist so schnell an Aufmerksamkeit? Zuletzt war es ein Deutscher mit Kontakte zu rechten Netzwerken. Passt das nicht in das politisch-relevante Narrativ? Kann man damit keine Klicks und Views generieren?
Warum werden Femizide nicht als Femizide betitelt sondern ‘umschrieben’, in z. B. Beziehungstat, Familiendrama, u.s.w. Warum fĂ€llt es deutschen (Massen)Medien – scheinbar zunehmend – schwer, die Dinge so zu benennen, wie sie sind? Was gibt es da zu ‘beschönigen’? Richtig. Nichts. Daher ja meine Fragen. Aber gut. Dieser Beitrag ist auch nur (m)eine persönlicher Eindruck. Eine Beobachtung oder auch Wahrnehmung. Je nach dem wie man es nennen mag.
Warum bietet man – z. B. bei Talkshows – Faschisten eine BĂŒhne? Wieso lĂ€dt man AfDler ein? Und bitte kommt nicht mit: “Man muss ja alle parteipolitischen Einstellungen aufzeigen.”. Was gewisse GĂ€ste wollen wissen wir schon lĂ€nger und viel zu gut. Daher verstehe ich z. B. bis heute nicht, warum eine Frau Weidel in TV-Formate eingeladen wird. Was soll das?
Warum fehlt bei Femiziden der Aufschrei der Gesellschaft? Wo bleibt das Entsetzen? Wo das MitgefĂŒhl mit den Opfern und deren Hinterbliebenen? Warum ist das mediale Interesse an ‘deutschen TĂ€tern’ geringer als an ‘Menschen mit Migrationshintergrund’?
Wenn ich nicht so vernunftbegabt wĂ€re, wĂŒrde ich glatt sagen: solange es in die politische Hetze passt, wird es auf Seite 1 gehalten. Passt es nicht und ist der TĂ€ter ‘nur ein Deutscher’, dann braucht man das ja nicht weiter aufarbeiten. Nachher gibt es noch Ărger von Gruppierungen mit rechter Gesinnung, die dann der Redaktion böse Briefe schreiben. Und ich wĂŒrde fragen, wer eigentlich in MedienrĂ€ten sitzt, wer in Redaktionen, wer da mit wem ‘befreundet’ ist, wer die FĂ€den zieht und wo die ‘Gelder’ flieĂen.
Da ich aber vernunftbegabt bin, stelle ich euch nun zum Abschluss des Beitrages folgende Fragen:
Was fÀllt euch auf bei und mit den deutschen (Massen)Medien? Wie nehmt ihr die deutschen (Massen)Medien wahr?
Welche Zeitung bzw. welches Format leistet eurer Meinung nach journalistische Top Arbeit?
Wenn ihr den deutschen (Massen)Medien etwas mitteilen könntet, was wĂ€re das? Was wĂŒnscht ihr euch von (Massen)Medien?
Nun sage ich erst einmal vielen Dank fĂŒr eure Zeit, fĂŒr das Lesen meines persönlichen Eindrucks und somit meiner Gedanken und freue mich auf regen Austausch mit euch. Kommentiert gerne hier unter dem Blogbeitrag, reagiert auf meine Social Media BeitrĂ€ge hierzu. Ihr könnt auch, wenn es lĂ€ngere Antworten sind, direkt eine E-Mail an piratin.jb(@)gmail.com senden.
Aktuell plane ich offline eine Leserbriefaktion. Hierzu halte ich euch dann hierĂŒber aber auf dem Laufenden.
Eure
Jeanine
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